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nicht mehr so leicht wie früher. Die Kontrollorgane der Wiener Linien waren seinerzeit schon aus weiter Entfernung eindeutig identifizierbar. Auch Gelegenheits-Schwarzfahrer konnten damals rechtzeitig das Weite suchen.
Aber heute kommen die Kontrollorgane daher wie durchschnittliche Strizzis, die gerade auf Bewährung draußen sind. Somit passen sie perfekt in das typische U-Bahn-Ambiente, sie haben die optimale Tarnung gefunden. Das ist eine neue bahnbrechende Dimension in der Geschichte der Schwarzfahrerei.

Mir kann es im Grunde genommen egal sein, weil ich als Jahreskartenbesitzer nichts mehr zu befürchten habe.

Aber wenn mich ein Kontrollor um meinen Fahrausweis bittet, tue ich so, als wäre ich auf frischer Tat ertappt worden und schaue dabei ganz schuldbewusst. Das kann ich recht gut.
Dann bekommt der Schwarzkappler einen triumphierenden Gesichtsausdruck und schaut mich verachtungsvoll an, während ich scheinbar hilflos in meiner Tasche herumkrame.
Wenn er dann sagt „steig ma bei der nächsten Station aus“, fische ich den Ausweis heraus und sage „Uups – ich hab ganz vergessen, dass ich eine Jahreskarte habe“.
Einer hat mich mal gefragt, ob ich ihn verarschen will.
Das habe ich natürlich ganz energisch verneint.

So hat man in der U-Bahn hin und wieder eben auch ein bisschen Spaß.

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Strizzis oder Schwarzkappler – das ist die Frage.

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