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jedes Pendlers. Du steigst in den hoffnungslos überfüllten Waggon, achtest penibel darauf, niemandem zu nahe zu treten, während du dich ins Waggoninnere durchschlängelst, und plötzlich stehst du auf einem heimtückisch platzierten Trittroller, der schwuppdiwupp unter deinem Bein wegkippt.

Verzweifelt suchst du Halt, erwischst eine Damenhandtasche, greifst nach einem Haltegriff, doch das ist ein Regenschirm, der sich blitzschnell aufspannt und alle ringsherum nassspritzt, alles geht so schnell, dass du gar nicht weißt, wie dir ist.
Und schon stehst du im Handumdrehen wie ein rücksichtsloser Rüpel da, der sich vor 74 Leuten zum Volltrottel gemacht hat.

Das sind die Momente im Leben, in denen du dir wünschst, rückstandslos im Boden zu versinken.

Aber der Boden gibt nicht nach, und aus den 92,8 Sekunden bis zur nächsten Station wird eine erdrückende Ewigkeit.

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